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Konzeption und Verwaltung geschlossener Alternativer Investmentfonds für private, semiprofessionelle und
professionelle Anleger.

derigo | Offenlegung

Nachhaltigkeitsbezogene Offenlegung

BVT Concentio Energie und Infrastruktur


(a)    Zusammenfassung

Für die Anteile an dieser Investmentgesellschaft wird mit ökologischen und sozialen Merkmalen geworben. Nachhaltige Investitionen im Sinne des Art. 2 Nr. 17 der Verordnung (EU) 2019/2088 sind jedoch nicht Anlageziel dieser Investmentgesellschaft. Es wurde kein Index als Referenzwert festgelegt, um zu bestimmen, inwieweit die ökologischen und sozialen Merkmale erreicht werden.

(b)    Umwelt- oder Sozialmerkmale des Finanzprodukts

Die Investmentgesellschaft investiert in geschlossene AIF, Objektgesellschaften und Unternehmen (nachfolgend einheitlich: Zielgesellschaften), die wiederum

  • in Anlagen zur Erzeugung, zum Transport und zur Speicherung von Strom, Gas oder Wärme aus Windenergie, Sonnenenergie und Wasserkraft investieren.
  • in Infrastruktur investieren (einschließlich als Infrastruktur genutzter Immobilien) oder
  • in Beteiligungen an Unternehmen, die Infrastruktur errichten, instand halten, instand setzen, verwalten oder betreiben.

Die Investmentgesellschaft investiert in Zielgesellschaften, die sich bei der Auswahl ihrer Investitionen von Umweltzielen, sozialen Zielen und dem Ziel einer guten Unternehmensführung leiten lassen.

(c)    Anlagestrategie

Mit der in den Anlagebedingungen der Investmentgesellschaft festgelegten Anlagestrategie soll ein nach dem Grundsatz der Risikomischung zusammengestelltes Portfolio von Anteilen an geschlossenen AIF sowie Beteiligungen an Unternehmen und Objektgesellschaften aufgebaut werden, die in den Assetklassen Erneuerbare Energie und Infrastruktur investieren. Folgende Elemente der Anlagestrategie gelten verbindlich, um die Investitionen auszuwählen, mit denen die einzelnen ökologischen oder sozialen Merkmale erreicht werden sollen

Erneuerbare Energien
Mindestens 30 % des für Investitionen zur Verfügung stehenden Kommanditkapitals werden in geschlossenen EU-Spezial-AIF und geschlossenen ausländischen Spezial-AIF angelegt, die mindestens 60 % des ihnen für Investitionen zur Verfügung stehenden Kapitals unmittelbar oder mittelbar in Anlagen zur Erzeugung, zum  Transport und zur Speicherung von Strom, Gas oder Wärme aus Windenergie, Sonnenenergie und Wasserkraft investieren.

Infrastruktur
Mindestens 30 % des für Investitionen zur Verfügung stehenden Kommanditkapitals werden in geschlossenen EU-Spezial-AIF und geschlossenen ausländischen Spezial-AIF angelegt, die mindestens 60 % des ihnen für Investitionen zur Verfügung stehenden Kapitals unmittelbar oder mittelbar in Infrastruktur investieren (einschließlich als Infrastruktur genutzter Immobilien) oder in Beteiligungen an Unternehmen, die Infrastruktur errichten, instand halten, instand setzen, verwalten oder betreiben.

Mindestinvestitionsgrad in Erneuerbaren Energien und Infrastruktur
Mindestens 51 % des für Investitionen zur Verfügung stehenden Kommanditkapitals werden mittelbar – durch Erwerb von Anteilen an geschlossenen AIF, Anteilen an Objektgesellschaften und Beteiligungen an Unternehmen – investiert in:

  • Anlagen zur Erzeugung, zum Transport und zur Speicherung von Strom, Gas oder Wärme aus Windenergie, Sonnenenergie und Wasserkraft;
  • Infrastruktur, einschließlich als Infrastruktur genutzter Immobilien;
  • Unternehmen, die Infrastruktur errichten, instand halten, instand setzen, verwalten oder betreiben.

Selbstverpflichtung der Kapitalverwaltungsgesellschaft aufgrund der Principles for Responsible Investment der Vereinten Nationen (UN-PRI)
Die Kapitalverwaltungsgesellschaft ist Unterzeichnerin der Principles for Responsible Investment der Vereinten Nationen (UNPRI). Sie hat sich zur Einhaltung folgender Prinzipien verpflichtet:

  • Wir werden ESG-Themen in die Analyse- und Entscheidungsprozesse im Investmentbereich einbeziehen.
  • Wir werden aktive Anteilseigner sein und ESG-Themen in unserer Investitionspolitik und -praxis berücksichtigen.
  • Wir werden Unternehmen und Körperschaften, in die wir investieren, zu einer angemessenen Offenlegung in Bezug auf ESG-Themen anhalten.
  • Wir werden die Akzeptanz und die Umsetzung der Prinzipien in der Investmentbranche vorantreiben.
  • Wir werden mit anderen UN-PRI-Zeichnern, Finanzmarktteilnehmern, Investoren und Stakeholdern zusammenarbeiten, um unsere Wirksamkeit bei der Umsetzung der Prinzipien zu steigern.
  • Wir werden über unsere Aktivitäten und Fortschritte bei der Umsetzung der Prinzipien Bericht erstatten.

(d)    Anteil der Investitionen

Die Kapitalverwaltungsgesellschaft strebt eine Allokation an, bei der 90 % der Investitionen die beworbenen ökologischen und sozialen Merkmale aufweisen. Diese werden jedoch voraussichtlich nicht die EU-Kriterien für ökologisch nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten erfüllen.


 

  • Die Kategorie „ESG“ beinhaltet die geplanten Investitionen der Investmentgesellschaft, mit denen die beworbenen ökologischen und sozialen Merkmale erreicht werden sollen.
  • Die Kategorie „Nachhaltige Investitionen im Sinne der EU-Kriterien“ beinhaltet Investitionen, die gemäß Art. 2 Nr. 17 der Verordnung (EU) 2019/2088 als nachhaltige Investitionen gelten.
  • Die Kategorie „Sonstige Investitionen mit ökologischen oder sozialen Merkmalen“ beinhaltet Investitionen, mit denen die beworbenen ökologischen und sozialen Merkmale erreicht werden sollen, die jedoch nicht die Anforderungen an nachhaltige Investitionen im Sinne des Art. 2 Nr. 17 der Verordnung (EU) 2019/2088 erfüllen.
  • Die Kategorie „Andere“ beinhaltet die verbleibenden Investitionen der Investmentgesellschaft, die weder ökologischen oder sozialen Merkmalen entsprechen noch als nachhaltige Investitionen gelten.

(e)    Überwachung von Umwelt- oder Sozialmerkmalen

Ob eine gute Unternehmensführung gegeben ist, wird von der Kapitalverwaltungsgesellschaft, die die Investmentgesellschaft verwaltet, anhand eines von der Kapitalverwaltungsgesellschaft selbst entwickelten Scoring-Modells bewertet. Dieses beinhaltet beispielsweise folgende Indikatoren:

  • Klare, der Unternehmensgröße angemessene, Managementstrukturen (z. B. Risikomanagement, Compliance, Interne Revision)
  • Erfüllung der geltenden regulatorischen und gesetzlichen Standards
  • Richtlinien für die Unternehmensführung, wie z. B. zur Korruptionsbekämpfung, zur Vermeidung von Interessenkonflikten etc.

Die Entwicklung der Investitionen der Investmentgesellschaft wird von der Kapitalverwaltungsgesellschaft anhand der regelmäßigen Berichterstattung der Zielgesellschaften beobachtet. Sollte über die Laufzeit ein Absinken des bei der Investition ermittelten Scores (s. nachfolgend unter f) festgestellt werden, wird die Kapitalverwaltungsgesellschaft im Dialog mit dem Manager der Zielgesellschaft auf eine stärkere Berücksichtigung der Nachhaltigkeitsindikatoren, insbesondere in den Bereichen, in denen eine negative Entwicklung aufgetreten ist, hinwirken (beispielsweise durch die Ausübung von Stimm- und anderen Gesellschafterrechten).

(f)    Methoden

Im Anlageprozess durchläuft jede Investitionsentscheidung der Kapitalverwaltungsgesellschaft ein dreistufiges Auswahlverfahren. Während der Laufzeit der Investition findet ein Monitoring durch die Kapitalverwaltungsgesellschaft statt.

Stufe 1: Ausschlusskriterien
In Zielgesellschaften, die in folgende Branchen bzw. Wirtschaftsaktivitäten investieren, wird nicht investiert:

  • Herstellung und Handel von Rüstungsgütern und zugehörige Infrastruktur,
  • Exploration von Kohle und Erdöl sowie
  • Anlagen zur Energieerzeugung aus Atomkraft.

Stufe 2: Prüfung der ESG-Politik des Managements der Zielgesellschaften
In Zielgesellschaften, deren Manager über keine ESG-Politik verfügen oder deren ESG-Politik nicht die Mindestanforderungen der Kapitalverwaltungsgesellschaft erfüllt, wird nicht investiert. Der Prüfungskatalog zur ESG-Politik beinhaltet Fragestellungen aus folgenden Themenbereichen:

  • Werden vom Manager der Zielgesellschaft maßgebliche ESGKriterien (Risiken und Möglichkeiten) ermittelt und bewertet?
  • Werden maßgebliche ESG-Kriterien in Unternehmen, in die eine Zielgesellschaft investiert, identifiziert und im Hinblick auf ihre Maßgeblichkeit eingeordnet (Prozesse)?
  • Werden identifizierte ESG-Kriterien in den Entscheidungsprozess, die Strukturierung der Transaktion und den Post-Investment Aktions-/ Wertschöpfungsplan aufgenommen?
  • Bestehen Monitoringprozesse, um das Management der ESG-Kriterien in Zielunternehmen zu überprüfen?
  • Werden ESG-Kennzahlen erhoben und regelmäßig gemessen?
  • Erfolgt ein Reporting ESG-relevanter Themen gegenüber Investoren?
  • Verpflichtet sich der Manager der Zielgesellschaft zu internationalen Standards, Guidelines, Reporting Frameworks oder Initiativen, die nachhaltige Investitionsstrategien fördern (z. B. UN-PRI)?

Stufe 3: Scoring
Die Kapitalverwaltungsgesellschaft ermittelt anhand der vorvertraglichen Informationen, die von den Managern der Zielgesellschaften zur Verfügung gestellt werden, sowie anhand von Fragebögen, inwieweit die von ihr als relevant erachteten Nachhaltigkeitsindikatoren erfüllt sind (Beispiele siehe in Abschnitt I). Ihre Ergebnisse werden je nach Feststellung mit +1, 0 oder -1 bewertet. Durch Addition aller Bewertungen wird eine Gesamtpunktzahl der potenziellen Zielgesellschaft ermittelt. Voraussetzung für eine Investition der Investmentgesellschaft in die jeweilige Zielgesellschaft ist das Erreichen einer Sollpunktzahl. Im Falle des Vorliegens mehrerer Investitionsalternativen, die die Sollpunktzahl erreicht haben, wird die Investition mit der höheren Gesamtpunktzahl ausgewählt.

(g)    Datenquellen und -verarbeitung

Ob die beworbenen ökologischen oder sozialen Merkmale bei einer Zielgesellschaft gegeben sind, wird von der Kapitalverwaltungsgesellschaft, die die Investmentgesellschaft verwaltet, anhand eines von der Kapitalverwaltungsgesellschaft selbst entwickelten Scoring-Modells bewertet. Dieses beinhaltet beispielsweise folgende Nachhaltigkeitsindikatoren:

Bereich Umwelt

  • Luftverschmutzung
  • Treibhausgasemissionen
  • CO2-Ausstoß/Reduktion
  • Bodenverunreinigungen
  • Biodiversität
  • Wasserverschmutzung

Bereich Soziales

  • Allgemeine Menschenrechte
  • Kinderarbeit
  • Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz
  • Faire Arbeitsbedingungen
  • Nichtdiskriminierung

Bereich gute Unternehmensführung

  • Korruptionsbekämpfung
  • Interessenkonflikte
  • Datenschutz
  • Compliance

(h)    Einschränkungen bei Methoden und Daten

Die Kapitalverwaltungsgesellschaft berücksichtigt bei Investitionen der Investmentgesellschaft etwaige nachteilige Auswirkungen von Investitionsentscheidungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren nicht nach den Maßgaben der Verordnung (EU) 2019/2088, da ihr derzeit keine rechtssicheren Methoden zu deren Messung zur Verfügung stehen.

Der Grundsatz „Vermeidung erheblicher Beeinträchtigungen“ findet nur bei denjenigen dem Finanzprodukt zugrunde liegenden Investitionen Anwendung, die die EU-Kriterien für ökologisch nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten berücksichtigen. Die dem verbleibenden Teil dieses Finanzprodukts zugrunde liegenden Investitionen berücksichtigen nicht die EU-Kriterien für ökologisch nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten.

Eine Messung der Wirkung der Investitionen auf die in der vorangegangenen Ausführung erläuterten Indikatoren kann derzeit nicht erfolgen.


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